Akne Inversa AI.

 

Erstmals tratt diese Krankheit bei mir vor zirka 8 Monaten auf und ich habe glücklicherweise das Anfangsstadium. Ich möchte euch von dieser Krankheit etwas erzählen, weil sie immernoch eine sehr unbekannte und schlimme Krankheit ist! Vielleicht habt ihr schonmal so etwas gehabt und wisst aber nicht was es ist und warum es immer wieder auftaucht. Wenn es früh genug erkannt wird, dann kann man es verhindern das es chronisch wird!

 

 

Die Akne inversa (Hidradinitis suppurativa, ´Schweißdrüsenabszess´) ist eine chronische Erkrankung mit entzündlichen Knoten und Abszessen. Es kommt schubweise zu
schmerzhaften, eitrigen Entzündungen mit Knotenbildungen und teilweise Fistelgängen.

 

Der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich - einige haben nur in größeren Abständen
spontan heilende druck-schmerzhafte Knoten. Bei anderen schreitet die Krankheit
ständig fort, wobei sich größere entzündete Areale mit Fistelgängen und Vernarbungen
bilden, die erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen.
Nach langem Leiden kann Akne inversa laut Hr. Prof. Dr. med. Breuninger, Universitätsklinik Tübingen, sogar zum Krebs entarten.

 

Nachgewiesen wurde ein erhöhtes Risiko für Karzinome der Mundschleimhaut, der Haut
und der Leber.

 

Die Erkrankung Akne-Inversa ist leider nur sehr wenig und unzureichend erforscht.
Zum überwiegenden Teil berichten Akne Inversa Erkrankte von einem langen
Leidesweg, der sich über Jahre oder Jahrzehnte hinzieht, weil die Krankheit nicht
erkannt wurde.
Teilweise sind die Menschen durch Forumseiten wie

 

 

 

www.akne-inversa.de ( Diese Seite kann ich nur empfehlen) selbst auf die
Diagnose Ihrer Erkrankung gestoßen, konnten ihre Ärzte mit wissenschaftlichen
Aussagen auf Ihre Erkrankung hinweisen oder qualifizierte Ärzte finden.
Menschen mit diesem chronischen Leiden sind vielfachen körperlichen, seelischen und sozialen Belastungen erheblich ausgesetzt!Hinzu tritt häufig die Unwissenheit und das Unverständnis, das in der Öffentlichkeit einer nicht-sichtbaren Behinderung entgegengebracht wird.

 

 

Akne inversa/Acne inversa (ausführlich)

 

 Akne inversa ist eine Entzündung der Talgdrüse und äußeren Wurzelscheide der Terminalhaarfollikel. Erstmals beschrieben wurde die Krankheit 1839 von Velpeau. 1854 veröffentlichte Verneuil, dass die Krankheit eine Entzündung der Schweißdrüsen sei. 70 Jahre später wurden die in der Achsel- und Perianal-Region angesiedelten apokrinen Schweißdrüsen als Ursache vermutet.Daraufhin wurde unter anderem der Begriff Hidradenitis suppurativa eingeführt. Auch in vielen medizinischen Fachbüchern wird dieser Begriff synonym für die Erkrankung verwendet und ist noch heute unter der ICD-10–Bezeichnung zu finden. Später konnte nachgewiesen werden, dass diese Erkrankung nicht von der Schweißdrüse, sondern von der Talgdrüse und von der äußeren Wurzelscheide der Terminalhaarfollikel ausgeht. Die Entzündung der Schweißdrüsen erfolgt sekundär. Akne inversa ist damit keine Schweißdrüsenentzündung und der Begriff Hidradenitis irreführend.Auf Grund dieser Erkenntnisse wurde der Begriff Akne inversa eingeführt, der aber bis jetzt noch nicht in den ICD-10 aufgenommen ist. Der ICD-Code lautet L73.2 (1,2,3)

 

Weitere Synonyme die auch fälschlicherweise verwendet werden: Aknetetrade, Aknetriade, apokrine Akne, Morbus Verneuil, Pyodermia fistulans sinifica, Schweißdrüsenabszess, Perianalfistel, Pilonidalsinus, Acne vulgaris, Acne conglobata,...

 

Krankheitsverlauf der Akne inversa

 

Der in der Talgdrüse produzierte Talg dient dem Schutz vor Chemikalien und Krankheitserregern der obersten Hautschicht (Epidermis) und besteht aus Triglyceriden, Fettsäuren und Wachsestern. Der Talg macht die Haut und Haare geschmeidig und Wasser abstoßend. Die Talgdrüse liegt in der Lederhaut, ist mit weiten Innenräumen ausgestattet und hat sackartige Endstücke. In der Lederhaut liegen ebenfalls die Schweißdrüsen, darüber hinaus Nerven und Empfindungszellen. Angeregt wird die Talgproduktion durch Androgene (männliche Sexualhormone).

 

Die nächst tiefere Hautschicht ist das subkutane Gewebe, welches aus Fett- und Bindegewebe besteht. Es enthält größere Blutgefäße. Der Entstehungsprozess der Akne inversa ist komplex. Durch eine Verhornungsstörung der Talgdrüse kommt es zu einer Verlegung des Ausführungskanals. Die Haarwurzeln und die Talgdrüsen füllen sich immer mehr mit Hornmaterial an. Es kommt zu einer Infektion durch Bakterien (meist Staphylococcus aureus).

 

Die Talgdrüse entzündet sich und Eiter (Leukozyten, Proteine, Gewebereste, usw.) sammelt sich in der Talgdrüse an. Im weiteren Verlauf kommt es irgendwann zum Zerreißen der Talgdrüsenzyste. Die Entzündung breitet sich im Gewebe aus und die Schweißdrüsen werden in die Entzündung mit einbezogen. Es entstehen schmerzhafte Geschwüre, Abszesse und im späteren Verlauf Fisteln.

 

Aufgrund der in der Unterhaut liegenden größeren Blutgefäße, können Bakterien auch in diese gelangen, so dass die Möglichkeit einer Sepsis (Blutvergiftung) mit hoher Letalität (Tödlichkeit) besteht. Ebenso kann es zu Einblutungen in das entzündete Gewebe durch entzündungsbedingte Zerstörung von Blutgefäßen kommen.

 

Hauptsächliche Erkrankungsgebiete sind der Bereich unter den Achseln, die Perianalregion und die Leistengegend. Aber auch andere Körperregionen können betroffen sein. Im Grunde kann die Erkrankung überall dort entstehen, wo Terminalhaare in Verbindung mit Talgdrüsen an der Haut vorhanden sind. Damit sind nur wenige Körperregionen nicht als mögliche Erkrankungsgebiete anzusehen, wie zum Beispiel die Fußsohlen oder Handflächen.

 

In der Achselregion und im Perianal–Bereich findet sich häufig Staphylococcus aureus auf der Haut, welcher sonst nur noch in wenigen Körperbereichen vorkommt. Dieses grampositive Bakterium kann oft im Eiter von Akne inversa-Abszessen nachgewiesen werden. Apokrine Schweißdrüsen sind so genannte Duftdrüsen, die ebenfalls in den an Hautarealen liegen, in denen Akne inversa auftritt. Im Gegensatz zu den endokrinen Schweißdrüsen enden die Ausgänge der apokrinen Schweißdrüsen an den Haarfolikelausgängen. Charakteristisch ist die Bildung dieser Drüsen erst mit dem Beginn der Geschlechtsreife und der Steuerung der Schweißabsonderung durch den Sympatikus. Das heißt Stress in jeder psychischen Form führt zu einer Anregung der Sekretabsonderung. Die von diesen Drüsen produzierten Sekrete haben keinen sauren, sondern einen alkalischen pH-Wert. Dadurch wird neben der Feuchtigkeit an sich und den Hauttemperaturen um 37°C, die Vermehrung von Bakterien besonders begünstigt, da der ph-Wert der Haut angehoben wird. Die natürliche Schutzfunktion der Haut liegt bei einem durchschnittlichen pH-Wert von 5,5.
Zu häufiges Waschen führt ebenfalls zu einer Abnahme der Schutzfunktion.(1,2,3,4,7)

 

Erschwerend für die Behandlung der Erkrankung mit Antibiotika ist die sich bildende Abszesskapsel, die eine optimale Einwirkung verhindert.

 

Die körpereigene Abwehr hat aufgrund der Eigenschaft des Staphylococcus aureus, sich mit körpereigenem Fibrin zu umgeben, ebenfalls nicht die Effizienz wie bei anderen Bakterien. (4)

 

 

Ursache der Akne inversa

Die eigentliche Ursache der Erkrankung ist Gegenstand aktueller Forschungen,

bis heute aber unbekannt.

Faktoren, die den Krankheitsverlauf begünstigen

Es gibt eine Reihe von Faktoren, welche den Krankheitsverlauf begünstigen oder auch erst zum Ausbruch der Krankheit führen:

 

Rauchen:
Statistische Untersuchungen belegen eindeutig, das ein großer Anteil (ca. 80%) der Akne inversa-Patienten raucht. Rauchen scheint also bei der Entwicklung der Erkrankung eine große Rolle zu spielen. Es hat den Anschein, dass Nikotin die Vermehrung von Staphylococcus aureus begünstigt und als Triggerfaktor fungiert. Weitere Forschungen werden auf diesem Gebiet getätigt. (1,5)

Übergewicht:

Führt zu vermehrter Feuchtigkeit, warmen Milieu und Aufweichen der Haut durch aufeinander liegende Hautschichten.

Enge Kleidung:
Oberflächliche Beschädigung der Hautzellen durch mechanische Irritation.

Zuckerkrankheit:
Geschwächte Immunabwehr.

 

Männliche Hormone:
Vermehrte Talgproduktion und dadurch schnelleres Verstopfen der Talgdrüsenausführungsgänge.

Genetische Faktoren:
Meist sind mehrere Personen in der Familie an Akne inversa erkrankt..

Bakterien:
Sind nicht ursächlich beteiligt, beeinflussen aber die Schwere des Krankheitsverlaufs maßgeblich. (1)

Ernährung:
Forenuser berichten über mögliche Verbesserung der Entzündungssymptome durch Reduzierung von Arachidonsäurehaltiger Nahrung. Wie schon bei Rheumapatienten, die ein Verhältnis der Omega3- zu Omega6 -Fettsäuren von 1:5 anstreben sollten, könnte hier ein Ansatzpunkt sein, die allgemein im Körper ablaufenden Entzündungsprozesse positiv zu beeinflussen.(7)

Stress:
Auch hier berichten Akne inversa Erkrankte über vermehrte Entzündungsreaktionen.
Da die ausgeschütteten Neurotransmitter und Steroidhormone neben der Anregung der Schweißdrüsenproduktion (apokrine Schweißdrüsen) auch das Immunsystem beeinflussen, sollte Stress wann immer es möglich ist, vermieden werden.(7)

Ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung und der Reduzierung der Faktoren wie zum Beispiel die Einstellung des Rauchens, Ernährungsumstellung, Hygienische Maßnahmen können möglicherweise zu wesentlicher Verbesserung der Symptome führen. Allerdings ist die Genetik, angeborene und erworbene Immunabwehr bei jedem Menschen individuell, sodass die Reduzierung einzelner Faktoren sich unterschiedlich auswirken kann.


Behandlung (Therapie) der Akne inversa

Auf Grund der Symptomatik und der nicht geklärten Ursache bleibt leider weiterhin die Operation, also die vollständige Entfernung der von Akne inversa befallenen Hautbereiche, die Behandlungsmethode der Wahl. Dies kann im späteren Krankheitsstadium Wundgrößen bis zu 400 cm² annehmen oder gar darüber hinaus. (2,7)

Infolge physischer Einwirkung ( zum Beispiel "Drücken auf den Abszess bzw. auf die infizierten Gebiete") kann weiteres Gewebe reisen.....................“